Hitzewellen, trockene Böden und lokale Giessverbote zeigen: Wasser ist auch in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit. Gerade im Garten stellt sich deshalb eine praktische Frage: Wie lassen sich Rasen, Beete, Hochbeete und Pflanzen bewässern, ohne wertvolles Trinkwasser zu verbrauchen? Eine einfache Antwort lautet: Regenwasser sammeln und gezielt nutzen.

Hitzewarnungen und Trockenheitsmeldungen zeigen, wie sensibel unser Alltag auf hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge reagiert. Gerade in solchen Phasen wird gespeichertes Regenwasser besonders wertvoll: Es macht unabhängiger vom Trinkwassernetz, entlastet die Trinkwasserversorgung und ermöglicht es, Gärten, Pflanzen und Aussenbereiche auch bei Bewässerungsverboten zu bewässern. So wird Regenwassernutzung zu einer einfachen, aber wirkungsvollen Form der Vorsorge.
Mit gesammeltem Regenwasser können Sie Ihren Garten während trockener Phasen unabhängiger vom Trinkwassernetz versorgen. Für einzelne Beete und Kübelpflanzen genügt häufig ein oberirdischer Regenwassertank (z. B. eine Regentonne). Bei grösseren Gärten, regelmässiger Bewässerung oder einem automatischen Bewässerungssystem ist ein unterirdischer Regenwassertank langfristig sinnvoller.

Ja – selbst gesammeltes Regenwasser können Sie weiterhin für den Garten nutzen. Giessverbote betreffen den Verbrauch von Trinkwasser oder die Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen, Seen und Weihern. Wer dagegen Regenwasser in einer Regentonne oder einem unterirdischen Tank sammelt, bewässert unabhängig vom Trinkwassernetz. Genau darin liegt der grosse Vorteil: Regenwassernutzung macht in Trockenperioden unabhängiger, entlastet die öffentliche Wasserversorgung und hilft, den Garten ressourcenschonender zu pflegen.
In verschiedenen Schweizer Gemeinden wird der Umgang mit Wasser in der aktuellen Hitzewelle stark eingeschränkt. Beispiele aus Gemeinden wie Sissach, Pfungen, Dottikon oder Fahrwangen zeigen, dass Trockenheit und Wassersparen längst keine abstrakten Zukunftsthemen mehr sind. Je nach Gemeinde reichen die Massnahmen von Sparaufrufen bis hin zu konkreten Giessverboten. Auch die nationale Trockenheitsplattform des Bundes macht sichtbar, wie sich Trockenheit in der Schweiz aktuell entwickelt und welche Faktoren wie Niederschlag, Bodenfeuchte, Grundwasser oder Vegetation dabei eine Rolle spielen.
Wer Regenwasser in einer Regentonne oder einem unterirdischen Regenwassertank gespeichert hat, gehört zu den Gewinnern, denn damit lässt sich der Garten auch in trockenen Phasen versorgen, ohne die öffentliche Wasserversorgung zu belasten.
Regenwasser fällt auf Dachflächen ohnehin an. Wird es nicht gesammelt, fliesst es meist direkt in die Kanalisation oder versickert ungenutzt. Mit einem Regenwassertank können Sie dieses Wasser speichern und später verwenden – zum Beispiel für die Gartenbewässerung oder auch die Reinigung des Autos. Das ist besonders sinnvoll, weil Pflanzen kein Trinkwasser benötigen. So wird Trinkwasser dort geschont, wo keine Trinkwasserqualität nötig ist. Regenwasser lässt sich je nach Bedarf und Platzangebot unterschiedlich speichern und nutzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen oberirdischen und unterirdischen Lösungen.
Regentonnen und oberirdische Regenwassertanks werden direkt an das Fallrohr angeschlossen und sind ohne grossen Aufwand installierbar. Sie eignen sich besonders für kleinere Gärten, einzelne Beete, Hochbeete oder Kübelpflanzen oder als kurzfristige Lösung. Das Wasser wird meist per Giesskanne, Auslaufhahn oder Schlauch entnommen. Der Vorteil liegt in der einfachen Handhabung und den geringen Installationskosten. Allerdings ist das Speichervolumen begrenzt, sodass der Vorrat bei längeren Trockenperioden schnell aufgebraucht sein kann.
Unterirdische Regenwassertanks bieten deutlich mehr Speichervolumen, ohne sichtbaren Platz zu beanspruchen. Sie sind besonders sinnvoll bei grösseren Gärten, regelmässigem Wasserbedarf oder wenn eine komfortable und zuverlässige Bewässerung gewünscht ist. Mit einer passenden Pumpen- und Filtertechnik kann das gespeicherte Regenwasser vielseitig genutzt werden – etwa für Gartenschläuche, Wasserentnahmestellen oder automatische Bewässerungssysteme wie Tropfschläuche und Rasensprenger. Auch Reinigungsarbeiten im Garten oder rund ums Haus lassen sich problemlos damit erledigen. Je nach Anlage ist zudem eine zusätzliche Nutzung im Haushalt möglich, beispielsweise für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine. Dadurch lässt sich der Trinkwasserverbrauch langfristig deutlich reduzieren.
Im Alltag ist Wasser für viele Menschen selbstverständlich. Wir drehen den Hahn auf und giessen den Garten, reinigen die Terrasse oder füllen den Pool nach. Oft ohne uns darüber im Klaren zu sein, dass es sich beim verwendeten Wasser um Wasser in Trinkwasserqualität handelt, das wir für diese Zwecke gar nicht benötigen. Erst wenn Gemeinden zum sparsamen Umgang mit Wasser aufrufen oder Bewässerungen einschränken, merken wir, wie abhängig viele alltägliche Anwendungen vom Trinkwassernetz sind. Hitzeperioden verschärfen diese Situation zusätzlich. Hohe Temperaturen lassen Böden austrocknen, erhöhen die Verdunstung und führen bei zu wenig Wasserzufuhr dazu, dass Pflanzen leiden oder der Rasen braun wird. Um das zu vermeiden, steigern wir den Wasserbedarf und genau hier entsteht ein Zielkonflikt: Der Garten benötigt Wasser, die öffentliche Trinkwasserversorgung soll aber entlastet werden.
Gesammeltes Regenwasser macht Sie unabhängiger von kurzfristigen Trockenphasen und Einschränkungen. Es ersetzt Regen nicht, aber er hilft, vorhandene Niederschläge längerfristig zu speichern und bei Bedarf zu nutzen.
Die wichtigsten Vorteile:
Besonders wertvoll ist das bei Gärten mit regelmässigem Wasserbedarf – etwa bei Gemüsebeeten, Hochbeeten, Obstbäumen, grossen Pflanzflächen oder automatischen Bewässerungssystemen.
Auf den ersten Blick wirken Trockenheit und Starkregen wie Gegensätze. In der Praxis hängen beide Themen jedoch zusammen. Längere trockene Phasen können von intensiven Niederschlägen oder Gewittern unterbrochen werden. Wenn der Boden sehr trocken ist, kann er Wasser oft schlechter aufnehmen. Ein Teil des Regens fliesst oberflächlich ab, anstatt im Boden gespeichert zu werden.
Regenwassernutzung setzt genau an dieser Schnittstelle an. Niederschlagswasser wird gesammelt, zwischengespeichert und später gezielt genutzt. So wird Wasser nicht erst dann zum Thema, wenn es fehlt, sondern bereits dann, wenn es vorhanden ist. Hier erfahren Sie mehr über unsere Lösungen zur Regenwassernutzung.
Eine Regentonne bzw. ein oberirdischer Regenwassertank kann für kleinere Gärten, einzelne Beete oder Balkon- und Kübelpflanzen ausreichen. Bei grösseren Gärten, Gemüsebeeten, automatischer Bewässerung oder regelmässigem Wasserbedarf ist ein unterirdischer Regenwassertank meist sinnvoller, weil deutlich mehr Wasser gespeichert werden kann.
Für die Gartenbewässerung reicht meist eine einfache Filterung aus, damit Laub, Schmutz und grobe Partikel nicht in Tank, Pumpe oder Bewässerungssystem gelangen. Besonders bei unterirdischen Regenwassertanks ist ein passender Filter wichtig, damit das Wasser im Tank auch längerfristig möglichst sauber gespeichert und zuverlässig genutzt werden kann.
Ja, Regenwasser kann mit der passenden Pumpe und Technik auch für automatische Bewässerungssysteme genutzt werden. Das ist besonders praktisch für Rasenflächen, Gemüsebeete, Hochbeete oder grössere Pflanzflächen. Wichtig ist, dass Tank, Filter, Pumpe und Bewässerungssystem aufeinander abgestimmt sind.
Regenwasser eignet sich besonders gut für die Bewässerung von Rasen, Beeten, Hochbeeten, Sträuchern, Bäumen, Kübelpflanzen und Gewächshäusern. Auch für die Reinigung von Gartenwegen, Terrassen, Gartengeräten oder Autos kann Regenwasser problemlos verwendet werden.
Um die optimale Grösse Ihres Tanks zu bestimmen, müssen verschiedene Faktoren, wie Einsatzort, Dachfläche, Häufigkeit der Bewässerung usw. einbezogen werden. Nutzen Sie unseren Regenwasserkonfigurator, um die optimale Grösse für Ihren Bedarf zu berechnen.
Giessverbote, Sparaufrufe und trockene Sommer zeigen, wie wertvoll eine eigene Wasserreserve sein kann. Wer Regenwasser sammelt, ist bei der Gartenbewässerung weniger abhängig vom Trinkwassernetz und kann vorhandene Niederschläge sinnvoll nutzen. Ein Regenwassertank hilft, Trinkwasser zu sparen, die öffentliche Versorgung zu entlasten und den Garten auch in Trockenphasen mit gutem Gewissen zu bewässern. Entscheidend ist eine Lösung, die zur Dachfläche, zum Garten und zum tatsächlichen Wasserbedarf passt.
Sie möchten Regenwasser in Ihrem Garten und/oder Haushalt nutzen und benötigen eine gezielte Beratung? Unser Experte Michael Weber unterstützt Sie gerne bei der Planung Ihrer individuellen Regenwassernutzung.
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